Erkrankungen psychischer Natur

Erkrankungen psychischer Natur

Dass psychische Erkrankungen jeden treffen können ist längst hin bekannt. So sind Kinder und Jugendliche gleichermaßen betroffen wie Erwachsene. Insgesamt wird jeder dritte mindestens einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung leiden. In Zahlen für ein Jahr sieht das folgendermaßen aus: 27,8% der Erwachsenen sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht etwa 17,8 Millionen Menschen, von denen nur knapp ein Fünftel (3,3 Millionen Menschen) Kontakt zu Behandelnden (Psychiatern oder Psychotherapeuten) aufgenommen hat.

Depression ist nicht gleich Depression

In der Medizin wird in verschiedene Arten Psychischer und Verhaltensstörungen unterschieden. So gibt es Untergruppen nach denen die Erkrankungen klassifiziert sind. Affektive Störungen (worunter die Depression, bipolare Störung und Manie fallen), Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen, Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen, Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (darunter fällt auch eine Angststörung), Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren (Bulimie und Anorexie als Essstörungen sind psychische Erkrankungen), Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (bspw. ADS/ADHS) sind nur manche der Klassen, in die eingeteilt wird.

Jede einzelne der Erkrankungen kann in verschiedenen Schweregraden und Ausprägungen (auch in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen) vorliegen und ist bei jedem Betroffenen individuell und niemals gleich.

Häufigkeiten

Die Häufigsten Erkrankungen sind anteilig mit 15,4% die Angststörungen, mit 9,8% die affektiven Störungen (unipolare Depression allein ist mit 8,2% verzeichnet) und mit 5,7% Störungen durch Alkohol und Medikamentenkonsum. Insgesamt zählen psychische Erkrankungen zu den viert häufigsten Ursachen für den Verlust der gesunden Lebensjahre. Rund 16% der Arbeitsunfähigkeitstage im Jahr 2018 sind durch psychische Erkrankungen verursacht worden. Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit durch eine solche Erkrankung liegt bei 42 Tagen. Ebenso sind sie der häufigste Grund für Frühverrentungen (42%). Psychopharmaka besetzten Platz vier in der Rangliste der verordnungsstärksten Medikamente mit Antidepressiva, Neuroleptika und Tranquillantien.

Behandlungsmöglichkeiten

Jede der Erkrankungen wird individuell dem Betroffenen entsprechend behandelt. Die Möglichkeiten reichen von einer reinen therapeutischen Maßnahme mit Gesprächen und Psychoedukation, über eine reine medikamentöse Behandlung ohne einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten, bis hin zu einem parallelen Ansatz der beiden ersten Behandlungen, je nach Schwere der Erkrankung. So wird in akuten Fällen eine stationäre Behandlung angesagt sein anstelle einer ambulanten. Die Dauer einer Behandlung richtet sich ebenfalls nach der Schwere. Neben dem medikamentösen und dem therapeutischen/psychoedukativen Ansatz ist in sehr schweren Fällen die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) eine Option für Betroffene.

Wichtig ist, dass die Betroffenen sich in Behandlung begeben. Denn eine psychische Erkrankung ist mindestens genauso ernst zu nehmen wie eine physische. Für die Betroffenen ist der erste Schritt oftmals der schwierigste. Sich hinzusetzten und nach einem Therapeuten oder Psychiater zu suchen, bei der Kontrolluntersuchung den Hausarzt anzusprechen oder den Angehörigen zu berichten wie es Ihnen geht, ist eine große Hürde und sollte von Außenstehenden als solche wahrgenommen werden.

Was für einen Gesunden eine alltägliche, leichte Aufgabe scheint, fällt Menschen mit bspw. einer Depression oftmals sehr schwer. Die Gründe dafür sind mannigfach. Wenn Sie als Angehöriger nicht wissen wie Sie damit umgehen sollen oder was Sie tun können, um zu helfen, dann fragen Sie den Betroffenen und sprechen Sie ihm nicht die Validität seiner Aussagen ab indem Sie Antworten geben wie „Stell dich nicht so an!“ oder „Jeder ist mal schlecht gelaunt.“ Hören Sie zu und machen Sie deutlich, dass Sie für die Person da sind.

Informationen & Hilfestellen

Für weitere Informationen über psychische Erkrankungen schauen Sie gerne auf den nachfolgenden Seiten. Dort finden Sie unter anderem auch die Möglichkeit der Arzt und Psychotherapeutensuche in Ihrer Umgebung.

www.gesundheitsforschung-bmbf.de

www.kbv.de/html/arztsuche

www.dgppn.de

www.psychenet.de

www.deutsche-depressionshilfe.de

Dass psychische Erkrankungen jeden treffen können ist längst hin bekannt. So sind Kinder und Jugendliche gleichermaßen betroffen wie Erwachsene. Insgesamt wird jeder dritte mindestens einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung leiden. In Zahlen für ein Jahr sieht das folgendermaßen aus: 27,8% der Erwachsenen sind von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht etwa 17,8 Millionen Menschen, von denen nur knapp ein Fünftel (3,3 Millionen Menschen) Kontakt zu Behandelnden (Psychiatern oder Psychotherapeuten) aufgenommen hat.

Depression ist nicht gleich Depression

In der Medizin wird in verschiedene Arten Psychischer und Verhaltensstörungen unterschieden. So gibt es Untergruppen nach denen die Erkrankungen klassifiziert sind. Affektive Störungen (worunter die Depression, bipolare Störung und Manie fallen), Persönlichkeits-/Verhaltensstörungen, Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen, Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (darunter fällt auch eine Angststörung), Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren (Bulimie und Anorexie als Essstörungen sind psychische Erkrankungen), Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (bspw. ADS/ADHS) sind nur manche der Klassen, in die eingeteilt wird.

Jede einzelne der Erkrankungen kann in verschiedenen Schweregraden und Ausprägungen (auch in Kombination mit anderen psychischen Erkrankungen) vorliegen und ist bei jedem Betroffenen individuell und niemals gleich.

Häufigkeiten

Die Häufigsten Erkrankungen sind anteilig mit 15,4% die Angststörungen, mit 9,8% die affektiven Störungen (unipolare Depression allein ist mit 8,2% verzeichnet) und mit 5,7% Störungen durch Alkohol und Medikamentenkonsum. Insgesamt zählen psychische Erkrankungen zu den viert häufigsten Ursachen für den Verlust der gesunden Lebensjahre. Rund 16% der Arbeitsunfähigkeitstage im Jahr 2018 sind durch psychische Erkrankungen verursacht worden. Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit durch eine solche Erkrankung liegt bei 42 Tagen. Ebenso sind sie der häufigste Grund für Frühverrentungen (42%). Psychopharmaka besetzten Platz vier in der Rangliste der verordnungsstärksten Medikamente mit Antidepressiva, Neuroleptika und Tranquillantien.

Behandlungsmöglichkeiten

Jede der Erkrankungen wird individuell dem Betroffenen entsprechend behandelt. Die Möglichkeiten reichen von einer reinen therapeutischen Maßnahme mit Gesprächen und Psychoedukation, über eine reine medikamentöse Behandlung ohne einen ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten, bis hin zu einem parallelen Ansatz der beiden ersten Behandlungen, je nach Schwere der Erkrankung. So wird in akuten Fällen eine stationäre Behandlung angesagt sein anstelle einer ambulanten. Die Dauer einer Behandlung richtet sich ebenfalls nach der Schwere. Neben dem medikamentösen und dem therapeutischen/psychoedukativen Ansatz ist in sehr schweren Fällen die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) eine Option für Betroffene.

Wichtig ist, dass die Betroffenen sich in Behandlung begeben. Denn eine psychische Erkrankung ist mindestens genauso ernst zu nehmen wie eine physische. Für die Betroffenen ist der erste Schritt oftmals der schwierigste. Sich hinzusetzten und nach einem Therapeuten oder Psychiater zu suchen, bei der Kontrolluntersuchung den Hausarzt anzusprechen oder den Angehörigen zu berichten wie es Ihnen geht, ist eine große Hürde und sollte von Außenstehenden als solche wahrgenommen werden.

Was für einen Gesunden eine alltägliche, leichte Aufgabe scheint, fällt Menschen mit bspw. einer Depression oftmals sehr schwer. Die Gründe dafür sind mannigfach. Wenn Sie als Angehöriger nicht wissen wie Sie damit umgehen sollen oder was Sie tun können, um zu helfen, dann fragen Sie den Betroffenen und sprechen Sie ihm nicht die Validität seiner Aussagen ab indem Sie Antworten geben wie „Stell dich nicht so an!“ oder „Jeder ist mal schlecht gelaunt.“ Hören Sie zu und machen Sie deutlich, dass Sie für die Person da sind.

Informationen & Hilfestellen

Für weitere Informationen über psychische Erkrankungen schauen Sie gerne auf den nachfolgenden Seiten. Dort finden Sie unter anderem auch die Möglichkeit der Arzt und Psychotherapeutensuche in Ihrer Umgebung.

www.gesundheitsforschung-bmbf.de

www.kbv.de/html/arztsuche

www.dgppn.de

www.psychenet.de

www.deutsche-depressionshilfe.de

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